Literatur - Was ich gerade lese!

WRAP UP // Was ich im April gelesen habe

Auch diesen Monat notiere ich kurz meine Lesereise. Bisher ist mir das ganz gut gelungen, auch wenn ich an der einen oder anderen Stelle etwas vergessen habe, was schnell passiert, wenn ich ein Buch aus der Bibliothek ausgeliehen habe. In diesem Monat habe ich versucht, es besser zu organisieren. Im April gelesen wurden Neuerscheinungen, die mir als Rezensionsexemplar bereitgestellt wurden, Bücher, die schon lange auf meiner Leseliste stehen, englischsprachige Neuerscheinungen, die ich vorbestellt habe, und natürlich Comics, die dürfen nun nicht mehr fehlen. Außerdem möchte ich jedem einen Besuch in der Bibliothek ans Herz legen! Seit meiner neuesten literarischen Sucht habe ich in meiner Bibo des Vertrauens schon so viele schöne Dinge gefunden.im April gelesenDer Roman Red Clocks von Leni Zumas liest sich wie eine erschreckende Dystopie, die gar nicht so weit von unserer aktuellen Realität entfernt ist. Dort wurde den Frauen das Recht auf eine Abtreibung genommen und die Möglichkeit einer künstlichen Befruchtung wird verpönt. In ihrem Roman vereint Zumas fünf Frauenschicksale, die dieser Fremdbestimmung über den eigenen Körper unterliegen. Zumas ungewöhnlicher Erzählstil macht aus diesem Roman eine kraftvolle Geschichte, die noch lange im Gedächtnis bleiben wird!im April gelesenEine Geschichte der Wölfe von Emily Fridlund ist eine gelungene Coming-Of-Age-Story mit mysteriösen Spannungsmomenten, die in den unendlichen Weiten der ländlichen Region des Bundesstaates Minnesota spielt.  im April gelesenPersepolis von Marjane Satrapi ist das schicksalhafte Memoire der kleinen Marjane, die mit gerade mal zehn Jahren 1979 die iranische Revolution und später den iranisch-irakischen Krieg miterlebt. im April gelesenDer Roman Super, und dir? von Kathrin Weßling ist das rasante Porträt einer 31 Jährigen, die sich langsam aber sicher für ihren Job, ihr Privatleben und den ständigen Leitungsdruck mit der Gesellschaft aufreibt und zu verschwinden droht.im April gelesenThe Girls von Emily Cline ist wohl DAS Debüt der letzten Jahre. Es ist eine Coming-Of-Age-Geschichte, die im Dunstkreis einer Sekte spielt. Trotz all dem Hype, der sich um diesen Roman rankte, konnte mich die Geschichte überzeugen. im April gelesenUnerschrocken 1: Fünfzehn Porträts außergewöhnlicher von Frauen Pénélope Bagieu vereint 15 ungewöhnliche Frauenschicksale, die oft verblüffen, weil sie ihrer Zeit gehörig gegen Strich gehen. Die in diesem Buch versammelten Biografien sind kurz und knackig auf den Punkt gebracht. Der Debütroman Fische von Melissa Broder erscheint erst im Mai, darum wird schon ganz bald eine Buchvorstellung folgen. So viel sei an dieser Stelle aber schon verraten, dass Broder ihre Heldin den absoluten Tiefpunkt erreichen lässt, um dann ihren Höhepunkt mit einem mysteriösen Meermann zu finden. Klingt komisch? Das ist es auch, aber auf die gute Art!Ganz neu erschienen ist der Debütroman Die Mütter von Brit Bennett, die gerade als neues Wunderkind der amerikanischen Literaturszene gehandelt wird. „Die Mütter“ sind die alten Frauen der kalifornischen Gemeinde Oceanside, die damals dabei waren, als sich „der Skandal“ ereignete, von dem aus sich nun das Schicksal einer jungen Frau entfaltet, deren Werdegang ebenfalls nicht unbeobachtet und unkommentiert bleibt. Bennetts Debüt ist die spannende Reise einer jungen Frau, die sich von der Vergangenheit befreien möchte und einen anderen Weg für ihr Leben, fernab von der geistigen Enge des Kleinstädtischen, einschlagen möchte.im April gelesenDer Graphic Novel Shoplifter von Michael Cho ist die klassische unzufriedener-Single-in-der-Großstadt-Geschichte, die dank der Illustrationen und Farbwahl noch lange im Gedächtnis bleiben wird und dem eigenen Leben einen Tritt verpasst. im April gelesenIch habe letzten Monat schon angekündigt, wie sehr ich Saga verfallen bin. Längst ist diese Comicserie kein Geheimtipp mehr, sondern über den grünen Klee gehypt – zurecht, wie ich finde. Niemals nie hätte ich gedacht, dass mich ein derart abgefahrenes Abenteuer mal packen könnte! Aber es kann so erfrischend und inspirierend sein, wenn man neue Lesewege einschlägt.  im April gelesenIn ihrem Debütroman Der Zopf flechtet Laetitia Colombani geschickt drei Frauenschicksale, die trotz räumlicher und gesellschaftlicher Distanzen für einen kurzen Moment zusammentreffen. In Einstimmung auf Kristy Logans neuen Roman habe ich die Anthologie A Portable Shelter von ihr gelesen. Logan versteht es, eine ganz eigene Stimmung zu erzeugen. Ihren Roman The Gracekeepers habe ich geliebt, diese Sammlung von Kurzgeschichten ist ebenfalls etwas ganz Besonderes. In dieser Sammlung erzählen zwei Frauen abwechselnd ihrem ungeborenen Kind Geschichten, die so unterschiedlich sind, aber alle eine ganz besondere Magie besitzen. Der Neue von Tracy Chevalier ist der neueste Streich des Hogarth Shakespeare Projekts, das bekannten Autoren die Möglichkeit bietet, Werke von William Shakespeare neu zu erzählen. Chevalier verlegt „Othello“ auf den Pausenhof in das vorstädtische Amerika der 1970er Jahre, in denen der Rassismus und die Trennung von Weißen und Schwarzen noch strikt allgegenwärtig sind.

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2 Comments

  • Reply
    Ina Kress
    4. Mai 2018 at 9:16

    👍 danke , brauche Bücher für den Urlaub, ganz oldschool ohne Kindl 😉 LG

    • Reply
      MADE OF STIL
      4. Mai 2018 at 9:32

      <3 <3 <3 Liebe Grüße

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