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Unterwegs: Auf dem begehbaren Stadtplan

begehbaren Stadtplan

Gestern war  Feiertag. Deutschland hat den Tag der Deutschen Einheit gefeiert und was macht man selbst, wenn alle Läden zu haben? Ich für meinen Teil habe das sonnige Wetter erstmal in der grünen Lunge Berlins genossen, dem Tiergarten. Nach einer gemütlichen Tasse Kaffee im Schleusenkrug kam mir schließlich jedoch die Idee, den Tag zu nutzen, um mir endlich mal den begehbaren Stadtplan in Mitte genauer anzusehen. Jeden Morgen fahre ich nämlich mit dem Fahrrad an den überdimensional großen, bunten, wie Lollis aussehenden, Stecknadeln vorbei und jeden Morgen nehme ich mir vor, mir das Geschehen einmal aus der Nähe anzusehen. Gefühlte tausend Mal hatte ich mein Vorhaben bereits verschoben, aber gestern war es dann endlich soweit. Die Rede ist von der Stadt der Vielfalt , initiiert von dem Projekt 775 Jahre Berlin, das noch bis zum 28. Oktober 2012  zu bestaunen ist.

begehbaren Stadtplan

begehbaren Stadtplan

Als Einwohner Berlins meidet man zwar in der Regel die Orte mit großem Tourismusauflauf, doch gestern quetschte auch ich mich unter die Massen, wandelte durch die Straßen des  Stadtplans und überflog die Schilder an den Stecknadeln. Auf diesen las ich mir mehr oder weniger Wissenswertes über „prominente“ Berliner Zuwanderer durch, beispielsweise erfährt man hier, wo das Berliner Weiße erfunden wurde und von wem. Der Ort der historischen Information wird schließlich durch die Stecknadeln auf dem begehbaren Stadtplan im Boden markiert, also ganz das Prinzip Google Maps, nur eben nicht auf dem Bildschirm, sondern direkt unter deinen Füßen.

Leider hat das Inhaltliche bei mir nicht so sehr Anklang gefunden, was aber eher daran lag, dass ich ständig von links und rechts angerempelt worden bin und ich nicht die nötige Ruhe fand, um mir alle Schilder zu Gemüte zu führen. Aber gut, so ist das wohl, wenn man  sich an einem Feiertag in Mitte aufhält. Sehenswert ist die Stadt der Vielfalt jedoch alle Male und ich finde, hier wurde eine Idee auf ziemlich beeindruckende Weise umgesetzt. Allein für ein paar Schnapschüsse lohnt sich ein kurzer Besuch hier, wer sich jedoch auch inhaltlich tiefergehend mit diesem Projekt auseinander setzen möchte, der möge bitte an sonnigen Feiertagen fern bleiben.

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