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Gefährten @ Theater des Westens

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Musical ist nichts für mich. Dieses „Wir nehmen uns alle an die Hand, singen fröhlich und verbreiten gute Laune“ springt bei mir nicht über und wirkt sich eher gegenteilig, d.h. nervtötend aus. Ganz anders jedoch „Gefährten“, die Musicaladaption des Films von Steven Spielberg, basierend auf dem Kinderbuch WarHorse von Michael Morpurgo aus dem Jahr 1984. Ich bin mir nicht sicher, ob Gefährten überhaupt in die Kategorie „Musical“ eingeordnet werden kann, denn gesungen wird hier wahrlich nicht viel und von theatralisch übertriebener guter Laune fehlt jede Spur. Klar, die Thematik gibt es auch nicht her, denn Gefährten spielt zur Zeit des ersten Weltkriegs. Es handelt von der unendlichen Liebe eines Jungen namens Albert zu seinem Pferd Joey. Ja, Tierfreunde aufgepasst, hier seid ihr an der richtigen Adresse, denn die Geschichte von Albert und Joey geht wirklich an die Substanz. Alberts Vater verkauft Joey hinter Alberts Rücken aus der Not heraus an das Militär. Als Albert erfährt, dass Captain Nichols, der versprochen hat auf ihn aufzupassen, im Krieg gefallen ist, zieht er freiwillig an die Front, um Joey zu finden. Es folgen die schreckliche Strapazen des Krieges, die Szenen der Schützengräben, die Bomben und Giftgas-Angriffe an der Front, die vielen Gefallenen und die wenigen Überlebenden. Während sich die Soldaten nach ihren Frauen, Kindern und Familien sehnen, hat Albert nichts anderes im Kopf, als sein Pferd wiederzufinden. Ob es ein Happy Ende gibt? Natürlich – und ich gebe zu, eine Träne ist mir sogar auch über die Wangen gekullert. Für die Story gibt es von mir also schon mal hundert Punkte und für die Umsetzung weitere hundert drauf, denn die Darstellung der Szenen durch überragende Lichteffekte und vor allem die Bewegung der Pferde und ihre Mimik war absolut beeindruckend. Mit einer „Pferdepuppe“ derartig authetische Bewegungen nachzuahmen, hätte ich nicht für möglich gehalten. Hier ein kleiner Einblick:

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